Über mich
Ich war auf jeder Seite des Tisches, an dem ich heute sitze.
Vom Gesellen zum Meister, vom ungewollten Erben zum Bauträger wider Willen, vom Unternehmer mit fünfundzwanzig Leuten zur Neuerfindung aus dem Nichts. Was ich heute berate, habe ich selbst durchlebt — meistens auf dem härteren Weg.
Porträt: Tina Proschka Photographie
Das Handwerk zuerst
Angefangen habe ich da, wo Arbeit ehrlich ist: in der Erde. Ausbildung zum Gärtner, 1991 der Meisterbrief. Ich wollte gestalten, aufbauen, mit den Händen etwas schaffen, das bleibt.
Der erste Bruch
Mitten in meiner Meisterzeit starb mein Vater. Plötzlich hatte ich den elterlichen Zierpflanzenbetrieb an der Backe — nicht meine Leidenschaft, nicht meine Wahl. Morgens im Dunkeln auf den Großmarkt, in der Saison ein Schichtbetrieb auf Steroiden. Es war das erste von vielen Malen, an denen ich genau das hatte, was ich nie gewollt hatte. Und es trotzdem zum Laufen brachte.
Alles, was ich nicht wollte, hatte ich am Ende. Und jedes Mal habe ich etwas Besseres daraus gemacht.
Der Umweg, den ich nie gehen wollte
Ich verkaufte die Gärtnereiflächen und begann ein BWL-Studium — Marketing und Unternehmensführung. Doch der Bauträger, der meine Grundstücke entwickeln sollte, ging in die Insolvenz; im Jahr 2000 war das keine Seltenheit. Also musste ich selbst ran: erschließen, bebauen, verkaufen. Ausgerechnet das, von dem ich immer gesagt hatte, das mache ich nie. Hinterher hatte ich tausend Gründe, warum meine erste Einschätzung richtig gewesen war — aber da steckte ich längst mittendrin und lernte das Geschäft von der harten Seite.
Der Moment, der alles drehte
Bei der Fertigstellung eines Gartens, an einem Haus, das wir gebaut hatten, kam sie plötzlich: diese tiefe Zufriedenheit. Ehrliche Arbeit, sichtbares Ergebnis, gutes Geld. Das macht Bock. Das mache ich weiter. Den Garten- und Landschaftsbau hatte ich nebenher nie ganz losgelassen — jetzt wurde er zur Berufung.
Der Aufbau
Dann ging es schnell. Der erste Mitarbeiter. Die Genehmigung, selbst auszubilden. Die Mitgliedschaft im Fachverband. Nach drei Jahren waren wir zehn, später fünfundzwanzig. Beier Garten- und Landschaftsbau.
Als alles wegbrach
Dann wurde dem Betrieb die Fläche entzogen: Das Gebiet wurde zu Bauland, GaLaBau war dort nicht mehr erlaubt. Von fünfundzwanzig Mitarbeitern auf null. Es war keine schöne Zeit, und für einen Moment stand alles auf der Kippe. Aufgeben kam trotzdem nicht infrage.
Ich baute den Betrieb von Grund auf um — auf Pflege, mit einem kleinen, saisonalen Team aus Menschen, die anderswo keine Chance bekamen. Wir arbeiteten strukturiert und diszipliniert. Am Ende stand mit einem Bruchteil des früheren Umsatzes ein Vielfaches des früheren Gewinns. Das Grundstück entwickelte ich selbst weiter und verkaufte es. Parallel studierte ich Fotojournalismus — und rutschte über die Beratung anderer Betriebe in das, was ich heute hauptberuflich tue.
Ich habe Menschen, die andere abgeschrieben hatten, zu echter Produktivität geführt. Das prägt bis heute, wie ich über Führung denke.
Foto: Bendix Fehl
Warum das für dich zählt
Heute sitze ich auf der anderen Seite des Tisches. Wenn du vor einer Übergabe stehst, die du dir anders vorgestellt hast, vor Zahlen, die nicht mehr aufgehen, oder vor einem Konflikt, der den ganzen Betrieb lähmt — dann rede ich nicht über deine Lage. Ich war drin. Mehr als einmal. Und ich bin jedes Mal stärker herausgekommen.
Qualifikation & Listung
Wofür ich stehe — schwarz auf weiß.
Engagement in der Branche
Die Branche fragt mich — nicht nur meine Kunden.
Lern mich kennen — im Erstgespräch.
Eine halbe Stunde, ehrlich und ohne Verkaufszirkus. Danach weißt du, ob es passt.