7 Seminarteile
Von den Grundlagen über Mitarbeitertypen, Gruppendynamik bis zu Generation Z und dem persönlichen Aktionsplan.
Praxistools
Checklisten, Szenariotraining und eine Lohnfaktoren-Matrix für den sofortigen Einsatz im Betrieb.
Sofort anwendbar
Alle Inhalte sind auf den GaLaBau-Alltag zugeschnitten – für Kolonnen, Baustellen und Führungssituationen.
Grundlagen – Warum Onboarding im GaLaBau entscheidend ist
Gutes Onboarding beginnt nicht am ersten Arbeitstag – es beginnt mit der Vertragsunterzeichnung.
⚠️ 1.1 Was passiert ohne strukturiertes Onboarding?
- ▸ Neue Mitarbeiter landen ohne Briefing in einer Kolonne – kein Ansprechpartner, keine klaren Zuständigkeiten
- ▸ Grundlegendes bleibt ungeklärt: Wegegeldregelung, Pausenzeiten, PSA-Zuständigkeit
- ▸ Diskussionen über Lohn und Arbeitszeiten kosten wertvolle Arbeitszeit und erzeugen Frust
- ▸ Neue Mitarbeiter fühlen sich verloren – und kündigen oft noch in der Probezeit
- ▸ Kein geregelter Wissenstransfer – jeder macht es anders
✅ 1.2 Was gutes Onboarding erreicht
Schnellere Produktivität
Neue Mitarbeiter erreichen in kürzerer Zeit volle Leistung.
Geringere Fluktuation
Mitarbeiterbindung beginnt am ersten Tag, nicht nach der Probezeit.
Weniger Konflikte
Klare Regeln und Erwartungen von Beginn an.
Arbeitssicherheit
Geringeres Unfallrisiko durch strukturierte Einweisung.
💰 1.3 Fluktuation – Was das wirklich kostet
Kaufmännische Berufe verlassen den Betrieb innerhalb von 3 Jahren nach Berufsabschluss
GaLaBau-Handwerk verlässt den Betrieb innerhalb von 3 Jahren nach Berufsabschluss
| Kostenposition | pro Jahr | 3 Lehrjahre gesamt |
|---|---|---|
| Azubi-Lohnkosten inkl. AG-Sozialabgaben | 15.000 – 20.000 € | 45.000 – 60.000 € |
| Ausbilder-Zeit: Berichtsheft-Korrektur (17,3 h × 33 €/h) | ~570 € | ~1.720 € |
| Ausbilder-Zeit: Lehrlingsbaustelle & Ausbildungsinhalte (39 h × 33 €/h) | ~1.290 € | ~3.860 € |
| Ausbilder-Zeit: Feedback & Ausbildungsrahmenplan (2 h × 33 €/h) | ~65 € | ~195 € |
| GESAMT-INVESTITION pro Azubi | ~17 – 22k € | ~51.000 – 66.000 € |
🔄 1.4 Die 4 Phasen des Onboarding-Prozesses
Vorbereitung
Ab Vertragsunterzeichnung
Einführung
1. Arbeitstag
Einarbeitung
Erste 4 Wochen
Integration
Nach 3 Monaten
Mitarbeitertypen im GaLaBau
Unterschiede und Besonderheiten – jeder Typ braucht einen angepassten Einarbeitungsansatz.
2.1 Auszubildende/r (Azubi)
Merkmale: Junges Alter, duales Lernen, braucht klare Orientierung, Berichtsheft als Pflicht, BBiG-Rahmen.
- Festen Ausbildungsbetreuer benennen
- Monatliche Feedbackgespräche einplanen
- Ausbildungsplan gemeinsam durchgehen
- Entwicklungsperspektiven nach Ausbildung zeigen
2.2 Quereinsteiger
Merkmale: Branchenfremde Ausbildung, oft motiviert, unsicher bei Fachbegriffen und Baustellenregeln.
- Sicherheitsunterweisung als erstes!
- Einfache Aufgaben → schrittweise erweitern
- Fachbegriffe aktiv erklären
- Weiterbildungsoptionen früh aufzeigen
2.3 Hilfskraft (ungelernt)
Merkmale: Hilfstätigkeiten unter ständiger Anleitung, Mindestlohnbasis, häufig Sprachbarrieren.
- Visuelle Anweisungen, einfache Sprache
- Tägliches kurzes Feedback (erste 4 Wochen)
- Sicherheitsunterweisungen wiederholen & unterschreiben
- Entwicklungsweg zur Fachkraft zeigen (Lohnmatrix!)
2.4 Gelernte Fachkraft
Merkmale: GaLaBau-Ausbildung, eigenständiges Arbeiten möglich, eigene Arbeitsweisen, erwartet Respekt.
- Betriebseigene Abläufe & Standards erklären
- Schnell in eigenverantwortliche Aufgaben bringen
- Lohngruppe und Entwicklungspfad zeigen
- Kein Mikromanagement
👔 2.5 Leitende Stelle (Kolonnenführer / Bauleiter)
Onboarding: Schritt-für-Schritt-Übergabe über 12 Wochen · alle Schlüsselprozesse dokumentieren · tägliches Feedback (erste 4 Wochen) · Probezeit-Ziele gemeinsam definieren · Quartalsgespräch und Weiterbildungsplan einführen.
💶 Lohnmatrix – Tarifkonforme Vergütung (BGL 2025/2026)
| Position | LG | ab 01.07.2025 | ab 01.07.2026 | Tätigkeitsschwerpunkt |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter (Helfer) | LG 7.5 | 15,37 €/h | 15,88 €/h | Einfache Tätigkeiten, ständige Anleitung |
| Angelernter (Quereinsteiger) | LG 6.4 | 18,72 €/h | 19,34 €/h | AN aus anderen Berufen, Einarbeitung abgeschlossen |
| Landschaftsgärtner (Junggeselle) | LG 4.2b | 19,22 €/h | 19,85 €/h | Eigenständiges Arbeiten, erste Kundenkontakte |
| Landschaftsgärtner (Altgeselle, 3+ J.) | LG 4.1 | 21,27 €/h | 21,97 €/h | Spezialkenntnisse, Maschinenführung, Mentoring |
| Vorarbeiter / Kolonnenführer | LG 2 | 23,31 €/h | 24,08 €/h | Führt Kolonne, eigenständige Baustellenführung |
| Baustellenleiter / Ausbildungsleiter | LG 1 | 26,36 €/h | 27,23 €/h | Mehrere Baustellen, Mitarbeiterentwicklung |
Gruppendynamik im Onboarding
Neue Mitarbeiter treten nicht in ein Vakuum ein – sie treten in eine bestehende Gruppe ein.
🔵 3.1 Das Tuckman-Modell
Forming
Erste Kontakte, vorsichtiges Kennenlernen, höfliche Zurückhaltung. Führungsaufgabe: Orientierung geben
Storming
Reibung, Machtfragen, Konflikte entstehen. Führungsaufgabe: Konflikte strukturieren
Norming
Rollen werden klar, Regeln entstehen, Vertrauen wächst. Führungsaufgabe: Regeln & Rollen klären
Performing
Gruppe arbeitet lösungsorientiert und produktiv. Führungsaufgabe: Leistung ermöglichen
Adjourning
Gruppe löst sich auf oder verändert sich. Führungsaufgabe: Abschluss gestalten
„Gruppen finden sich, geraten aneinander, sortieren sich, leisten – und lösen sich wieder auf."
„Eine gute Gruppe ist nicht konfliktfrei – sie ist konfliktfähig."
⚡ 3.2 Neue Mitarbeiter als Störfaktoren – und als Chance
Was passiert, wenn jemand Neues dazukommt:
- Rollenverteilung gerät in Bewegung
- Alte Machtverhältnisse werden neu ausgehandelt
- Unsicherheiten entstehen: „Was kann der Neue?"
- Gruppe investiert Energie in Neusortierung
Die Chance:
Ein strukturierter Onboarding-Prozess begleitet genau diesen Übergang. Er hilft der Gruppe, die neue Person zu integrieren, ohne in eine längere Storming-Phase zurückzufallen.
⭐ 3.3 Besondere Fähigkeiten: Chancen und Risiken
| Fähigkeitstypus | Typisches Gruppenrisiko | Integrationsstrategie |
|---|---|---|
| Technische Sonderfähigkeiten | „Der denkt, er ist was Besseres" – Neid, Ausgrenzung | Früh sichtbar einsetzen: Lehr-Situation schaffen |
| Sprachliche / kommunikative Stärke | Kann als Liebling wahrgenommen werden | Kommunikationsrolle transparent vergeben |
| Kultureller / sozialer Hintergrund | Ausgrenzung durch Unkenntnis | Team aktiv mit Unterschieden konfrontieren |
| Überqualifikation | „Was will der hier?" – Misstrauen | Erwartungen offen klären, Entwicklungsplan zeigen |
| Führungspersönlichkeit | Machtgefüge wird in Frage gestellt | Mentoring-Rolle anbieten, Energie kanalisieren |
| Introversion / Einzelkämpfer | Wirkt arrogant oder abweisend | Mentorenprogramm, aktiv einbinden |
„Besondere Fähigkeiten sind kein Risiko für das Team – sie werden es nur, wenn niemand sie bewusst einbettet."
🏋️ 3.4 Trainingsbausteine: Integrationskompetenz entwickeln
| Übung / Methode | Zeit / Rahmen | Wirkung |
|---|---|---|
| Stärken-Spotting | 15 Min. | Teamgespräch | Positives Bild wird aktiv geformt, Neue Person sichtbar gemacht |
| Röhren-Übung | 20 Min. | Baustelle | Gruppe erlebt: Der Neue ist ein Gewinn, kein Konkurrent |
| Phase-Check | 5 Min. | morgens | Gruppe wird sich eigener Dynamik bewusst |
| Wer bin ich im Team? | 30 Min. | Workshop | Rollenklarheit reduziert Reibung |
| Feedback-Ritual bei Neuaufnahme | 10 Min. | nach 4 Wochen | Mobbing-Risiko sinkt durch normalen Kommunikationskanal |
| Konflikt-Karte | 20 Min. | Workshop | Gruppe entwickelt eigene Konfliktfähigkeit |
Checklisten für die Einarbeitungsphase
Praxistaugliche Werkzeuge für den Betriebseinsatz – ausdrucken, laminieren oder digital integrieren (z. B. Galaworx).
📋 Checkliste A – Vor dem ersten Arbeitstag
Verantwortlich: Personalverantwortliche / Personalabteilung
- Vertragskopie verschickt, Arbeitsbeginn schriftlich bestätigt
- Gesamtes Team über den Neuzugang informiert (Name, Position, Starttermin)
- Mentor / Ansprechpartner benannt und persönlich gebrieft
- Onboarding-Paket erstellt: Kontaktliste, Unternehmens-Infos, Lohnmatrix
- PSA und Arbeitskleidung vorbereitet – NEU und einwandfrei! Kein Vorführmaterial
- Galawork-Zugang eingerichtet, Zugangsdaten bereit für den ersten Tag
- Sicherheitsunterweisung vorbereitet und Termin festgelegt
- Erster Einarbeitungsplan vorliegend (Woche 1–4) – dem Typ des Mitarbeiters angepasst
- Für Azubi: Ausbildungsplan und Berichtsheft vorbereitet
- Für Leitende Stelle: Schlüsselprozesse dokumentiert und Übergabeplan erstellt
🌅 Checkliste B – Erster Arbeitstag
Verantwortlich: Direkter Vorgesetzter / Bauleiter
- Persönliche Begrüßung durch direkten Vorgesetzten – nicht delegiert!
- Vorstellung im gesamten Team (morgens am Betriebshof / Büro)
- Übergabe Onboarding-Paket und Erklärung der wichtigsten Inhalte
- Sicherheitsunterweisung durchgeführt und vom Mitarbeiter unterschrieben
- Einführung Galawork: Arbeitszeit, Baustellen, Kontakte, Urlaubsstand
- Klärung: Wegegeldregelung, Pausenzeiten, PSA-Zuständigkeit, Ansprechpartner
- Erwartungsgespräch: Erwartungen beider Seiten besprochen und schriftlich notiert
- Lohnmatrix und Entwicklungspfad gezeigt und erklärt
- Feedback-Termin für Ende der ersten Woche vereinbart und im Kalender eingetragen
- Für Azubi: Berichtsheft erklärt, erste Einträge gemeinsam gemacht
📅 Checkliste C – Erste 4 Wochen (Einarbeitungsphase)
Verantwortlich: Bauleiter / Mentor – wöchentliche Überprüfung
- Woche 1: Tägliches kurzes Feedback-Gespräch (5–10 Min., z. B. abends am Betriebshof)
- Woche 1: Sicherheitsunterweisung wiederholt und für alle spezifischen Tätigkeiten ergänzt
- Woche 2: Aufgaben schrittweise eigenverantwortlicher gestalten
- Woche 2: Soziale Integration im Team überprüfen – Gespräche mit dem Mentor
- Woche 3: Erste eigenverantwortliche Aufgabe übertragen (mit Begleitung)
- Woche 4: Feedback-Gespräch mit Auswertung des Einarbeitungsplans
- Alle: Lohnmatrix nochmals angesprochen, Entwicklungsziele für erstes Jahr notiert
🏁 Checkliste D – Ende der Probezeit (nach 3–6 Monaten)
Verantwortlich: Personalverantwortliche/r + direkter Vorgesetzter
- Probezeitgespräch terminiert und vorbereitet (beide Seiten)
- Leistungsbeurteilung anhand dokumentierter Beobachtungen und Feedbackgespräche
- Positives und Entwicklungsbedarf klar und konstruktiv kommuniziert
- Entwicklungsziele für das nächste Jahr gemeinsam definiert
- Weiterbildungsplan erstellt – zielgruppenspezifisch (Azubi, Quereinsteiger, Fachkraft)
- Lohnentwicklung besprochen: Welche Faktoren der Lohnmatrix wurden erfüllt?
- Ergebnis schriftlich festhalten, Kopie an Mitarbeiter aushändigen
Szenariotraining – 5 Schwierige Situationen
Bildet Kleingruppen (3–4 Personen), lest die Situation durch, diskutiert euren Lösungsansatz und bereitet eine kurze Präsentation vor.
- Sofort: Mitarbeiter nicht an Maschinen lassen – Arbeitssicherheit geht vor (ArbSchG, BGI 503)
- Vier-Augen-Gespräch: Beobachtung sachlich und konkret ansprechen, keine Vorwürfe, Gespräch dokumentieren
- Betriebliche Regelung klären: Gibt es eine Suchtprävention / Betriebsvereinbarung? Falls nicht: erstellen
- HR einbeziehen: Strukturierten Stufenplan erstellen, Betriebsarzt einschalten, externe Beratung anbieten
- Präventiv: Thema Sucht in die Sicherheitsunterweisung aufnehmen
- Sofort: Klärendes Gespräch – Konsequenzen erläutern (Berichtsheft ist Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung!)
- Gemeinsam Nachholplan erstellen: Realistisches Ziel, regelmäßige Kontrolle (jeden Freitag 10 Min.)
- Sinn des Berichtshefts erklären: kein „Strafzettel", sondern Lernnachweis und Prüfungszulassung
- Präventiv ab Tag 1: Berichtsheft-Einführung am ersten Ausbildungstag, monatliche Kontrolle als Standard
- Bei Wiederholung: Formelle Abmahnung, Abstimmung mit Berufsschule und Ausbildungsberater der Kammer
- Sofort: Beide Seiten einzeln anhören – sachlich, ohne Schuldzuweisungen, getrennt dokumentieren
- Gemeinsames Gespräch mit HR: klare Verhaltenserwartungen formulieren und schriftlich festhalten
- Ursache klären: Echtes Mobbing, Missverständnisse oder Kommunikationsprobleme? Beweissicherung wichtig
- Konsequenzen: Klare Verhaltensvereinbarung; bei Wiederholung arbeitsrechtliche Schritte einleiten
- Präventiv: Team vor Arbeitsbeginn auf neue Mitarbeiter einstimmen; Mentorenprogramm stärken
- Rückkehrgespräch einführen: Nach jeder Fehlzeit kurzes, dokumentiertes Gespräch – sachlich, klares Signal
- Attest ab erstem Krankheitstag anordnen: In der Probezeit jederzeit möglich (§ 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG)
- Ursache erforschen: Überforderung? Probleme im Team? Private Situation? Gespräch anbieten
- Probezeit als Instrument nutzen: Bei fehlender Besserung ist ordentliche Kündigung ohne Begründung möglich (2 Wochen Frist)
- Präventiv: Klare Fehlzeitenregelung im Einarbeitungsplan verankern; Erwartungen am ersten Tag kommunizieren
- Sofort: Arbeit unterbrechen – PSA anlegen lassen. Keine Diskussion, Sicherheit ist nicht verhandelbar
- Gespräch vor Ort: Erklären, WARUM PSA Pflicht ist – nicht nur DASS. Verständnis für die Gefahr erzeugen
- Dokumentation: Unterweisung schriftlich festhalten, alle Beteiligten unterschreiben lassen
- Beurteilung: War die Unterweisung ausreichend? Falls nicht: wiederholen und verbessern
- Präventiv: Sicherheitsunterweisung am ersten Tag als Pflicht mit spezifischen Beispielen; visuelle Aushänge am Betriebshof
Generation Z im GaLaBau – Führen mit der Zukunft
Jahrgang ca. 1997–2012. Wer sie im Onboarding nicht gezielt abholt, verliert sie – oft schon in der Probezeit.
👥 5.1 Wer ist Generation Z?
| Merkmal | Was das für Bauleiter bedeutet |
|---|---|
| 🖥️ Digital Natives | Kommunikation läuft digital. Informationen müssen sofort und einfach zugänglich sein (z. B. via Galaworx) |
| 🎯 Purpose-Driven | „Wozu trage ich etwas bei?" Der GaLaBau hat hier echte Stärken – Natur, sichtbares Ergebnis |
| ⚖️ Work-Life-Balance | Privatleben hat denselben Stellenwert wie Arbeit. Unflexibilität ohne Ausgleich = schnelle Kündigung |
| 💬 Feedback-Hunger | Wöchentliche Mini-Feedbacks sind wirksamer als ein Jahresgespräch |
| 🎭 Authentizität | Gen Z merkt sofort, wenn ein Betrieb nicht hält, was er verspricht |
| 🤔 Skepsis gegenüber Hierarchien | „Weil ich es sage" wird nicht akzeptiert – Entscheidungen brauchen nachvollziehbare Begründungen |
⛔ 5.2 Warum klassische Führungsansätze bei Gen Z scheitern
- ✗Autorität ohne Erklärung – „Das war schon immer so" → wirkt arrogant, erzeugt inneren Rückzug
- ✗Mikromanagement – „Ich überprüfe jede Aufgabe" → signalisiert Misstrauen, zerstört Motivation
- ✗Nur ein Gespräch pro Jahr – viel zu spät; Probleme eskalieren unbemerkt
- ✗Null Flexibilität – erzeugt sofort Vergleich mit anderen Arbeitgebern
- ✗Anonymes Einwerfen in Kolonnen – fehlende Bindung = frühe Kündigung
✅ 5.3 So gelingt die Einbindung von Gen Z im GaLaBau
-
🌱PURPOSE zeigen „Wir gestalten Lebensräume" – nicht „Wir mähen Rasen". Den Sinn der Arbeit vom ersten Tag an kommunizieren.
-
📱Onboarding digital denken Galaworx-Zugang VOR dem ersten Tag einrichten, Einarbeitungsplan digital übergeben, WhatsApp-Gruppe für die Kolonne.
-
💬Regelmäßiges Feedback einplanen 5-minütiges Weekly-Feedback statt Jahresgespräch. Konkret, wertschätzend, entwicklungsorientiert.
-
📈Transparente Entwicklungspfade Lohnmatrix am ersten Tag zeigen – von LG 7.5 bis LG 1. Wer weiß, wohin er kann, bleibt länger.
-
🕐Flexibilität wo möglich Urlaubswünsche früh berücksichtigen, Eigenverantwortung früh übertragen – kleine Zugeständnisse erzeugen große Loyalität.
-
🤝Mentor benennen, nicht Kolonne zuweisen Gen Z kündigt beim Bauleiter, nicht beim Betrieb – persönliche Beziehung ist der entscheidende Faktor.
Mein persönlicher Aktionsplan
Was nehme ich aus diesem Seminar mit? Was setze ich in den nächsten 30 Tagen um?
🎯 Meine 5 Maßnahmen
| # | Maßnahme | Bis wann? | Wer unterstützt? |
|---|---|---|---|
| 1 | |||
| 2 | |||
| 3 | |||
| 4 | |||
| 5 |
💡 Meine wichtigste Erkenntnis aus dem heutigen Seminar
Sofort umsetzen
Was kann ich morgen früh bereits anders machen?
Checklisten nutzen
Drucken, laminieren oder in Galaworx integrieren.
Team einbinden
Inhalte mit dem eigenen Team teilen und gemeinsam entwickeln.
BGL-Seminar 2026 · Onboarding im Garten- und Landschaftsbau · Günter Beier, Waghäusel
Lohngruppenmatrix
Transparenz · Fairness · Entwicklung · Beispiel: Günther Landschaftsbau und Naturgärten GmbH & Co. KG, Leverkusen
📊 1. Lohngruppen-Übersicht
| Position / Lohngruppe | Basis €/Std. | Tarif €/Std. | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|---|
| Baustellenleiter / Ausbildungsleiter | ab 16,50 € | 26,36 € | Leitet min. 5 MA, steuert mehrere Baustellen parallel |
| Vorarbeiter / Kolonnenführer | ab 15,60 € | 23,31 € | Leitet bis zu 4 MA, selbstständige Baustellenführung |
| Landschaftsgärtner (Altgeselle) | ab 14,50 € | 21,27 € | Mind. 3 Jahre Berufserfahrung, Spezialkenntnisse |
| Landschaftsgärtner (Junggeselle) | ab 13,00 € | 20,24 € | Bis 3 Jahre Berufserfahrung |
| Angelernter Mitarbeiter | ab 12,82 € | 18,72 € | Branchenfremde Ausbildung oder Quereinstieg |
| Mitarbeiter (Helfer) | ab 12,82 € | 15,37 € | Hilfstätigkeiten unter ständiger Anleitung |
🛤️ 2. Karrierepfad & Entwicklungsweg
EINSTIEG
Mitarbeiter (Helfer)
ab 12,82 €
AUFBAU
Angelernter
ab 12,82 €
ENTWICKLUNG
Junggeselle
ab 13,00 €
FACHKRAFT
Altgeselle
ab 14,50 €
FÜHRUNG
Vorarbeiter
ab 15,60 €
LEITUNG
Baustellenleiter
ab 16,50 €
🔢 3. Lohnfaktoren-Matrix (Zuschläge)
👔 Führung & Organisation
| Leitet selbstständig ≥ 5 Mitarbeiter | +0,50 € |
| Mehrere Bauvorhaben parallel | +0,35 € |
| Abrechnungen vorbereiten | +0,30 € |
| Kollegen betreuen (Ansprechpartner) | +0,25 € |
| Kundengespräche führen | +0,25 € |
🚗 Fahrzeuge & Maschinenführung
| Führerschein Klasse B | +0,25 € |
| Führerschein Klasse BE (Anhänger) | +0,25 € |
| Führerschein Klasse L / C oder höher | +0,25 € |
| Zugelassener Maschinist (Bagger etc.) | +0,25 € |
| Kleinmaschinen (Minibagger) | +0,25 € |
📜 Fachliche Qualifikationen
| Ausbildung GaLaBau | +0,25 € |
| Arbeitssicherheitsschein AS 1/2/3 | +0,25 € je |
| Zertifizierung Naturgärtner NEU | +0,35 € |
| Pflanzenschutzausweis | +0,25 € |
| Sachkundenachweis Baumpflege | +0,25 € |
⭐ Soft Skills & Betriebstreue
| Teamfähigkeit & positive Haltung | +0,25 € |
| Lernbereitschaft | +0,25 € |
| < 5 Krankheitstage / Jahr | +0,25 € |
| Betriebszugehörigkeit 5+ Jahre | +0,25 € |
| Empfehlung eines neuen MA NEU | einmalig +200 € |